Terrassenlager verstellbar: Wofür brauche ich sie?
Ein verstellbares Terrassenlager (auch Stelzlager oder Terrassenfuß genannt) ist ein höhenverstellbarer Fuß, auf dem die Unterkonstruktion einer Terrasse oder direkt eine Terrassenplatte liegt. Über ein Stellrad stellen Sie die Höhe stufenlos ein. So gleichen Sie Unebenheiten im Untergrund aus, bringen die Terrasse auf die gewünschte Höhe und halten die Unterkonstruktion vom Boden fern, damit Wasser ablaufen kann.
Die wichtigste Frage beim Kauf lautet: Welche Höhe brauche ich? Das hängt davon ab, wie hoch die fertige Terrasse werden soll, wie stark Ihre Dielen und die Unterkonstruktion sind und wie uneben der Untergrund ist. In diesem Ratgeber rechnen wir das Schritt für Schritt durch, zeigen die Unterschiede zwischen Terrassenlagern für Dielen und für Terrassenplatten und erklären, wie viele Lager Sie pro Quadratmeter einplanen sollten. Alle Modelle finden Sie in unserer Kollektion Terrassenlager.
Kurze Entscheidungshilfe
- 18–33 mm: für ebene Untergründe und niedrige Aufbauten, wenn nur kleine Unebenheiten auszugleichen sind.
- 34–70 mm: der typische Bereich für Terrassen auf Pflaster, Beton oder Estrich mit leichtem Gefälle.
- 65–140 mm: wenn die Terrasse an eine höher liegende Terrassentür anschließen soll.
- 140–220 mm: für hohe Aufbauten und größere Höhenunterschiede im Gelände.
- Dielen oder Platten? Für Holz- und WPC-Dielen nehmen Sie Lager, die mit der Unterkonstruktion verschraubt werden. Für Stein-, Beton- und Keramikplatten gibt es eigene Lager mit Fugenkreuz.
- Abstand: Laut unseren Produktdaten höchstens 50 cm zwischen zwei Terrassenlagern.
Passende Produkte bei Gunreben:
Terrassenlager PROFI verstellbar 34–70 mm – der Allrounder für Holz- und WPC-Terrassen auf festem Untergrund.
Terrassenlager PROFI verstellbar 65–140 mm – wenn die Terrasse an eine höhere Türschwelle anschließen muss.
PROFI Terrassenlager für Terrassenplatten 18–33 mm – mit integriertem 3-mm-Fugenkreuz und Gummipad für Stein-, Beton- und Keramikplatten.
Aluminium Unterkonstruktion 40 × 60 mm – formstabiles Profil, das sich auf Terrassenlagern sauber ausrichten lässt.
Welche Terrassenlager gibt es bei Gunreben?
Unsere Terrassenlager PROFI gibt es in zwei Ausführungen: für Terrassendielen auf Unterkonstruktion und für Terrassenplatten. Beide Varianten werden stufenlos über ein Stellrad eingestellt. Die folgende Tabelle zeigt die Höhenbereiche:
| Höhenbereich | Für Dielen auf Unterkonstruktion | Für Terrassenplatten | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| 18–33 mm | Terrassenlager PROFI 18–33 mm | PROFI für Platten 18–33 mm | ebener Untergrund, flacher Aufbau, kleine Unebenheiten |
| 34–70 mm | Terrassenlager PROFI 34–70 mm | PROFI für Platten 34–70 mm | Pflaster, Beton oder Estrich mit leichtem Gefälle |
| 65–140 mm | Terrassenlager PROFI 65–140 mm | – | Anschluss an höher liegende Terrassentüren |
| 140–220 mm | Terrassenlager PROFI 140–220 mm | PROFI für Platten 140–220 mm | hohe Aufbauten, Gelände mit größeren Höhenunterschieden |
Terrassenlager für Dielen oder für Terrassenplatten: Was ist der Unterschied?
Terrassenlager für Holz- und WPC-Dielen
Bei einer Dielenterrasse liegen die Terrassendielen nicht direkt auf dem Lager, sondern auf einer Unterkonstruktion. Die Terrassenlager PROFI für Dielen werden mit dieser Unterkonstruktion verschraubt. Laut Produktbeschreibung lässt sich die Höhe auch nach dem Verschrauben noch nachjustieren. Das ist praktisch, wenn sich der Untergrund nach dem ersten Winter etwas gesetzt hat.
Als Unterkonstruktion kommen Holz, WPC oder Aluminium infrage, zum Beispiel Douglasie 42 × 72 mm, kanadische Lärche 44 × 70 mm, WPC 40 × 60 mm oder Aluminium 26 × 60 mm. Welches Material zu Ihrer Diele passt, erklären wir ausführlich im Ratgeber Unterkonstruktion für Terrassendielen wählen.
Terrassenlager für Terrassenplatten
Terrassenplatten aus Stein, Beton oder Keramik liegen dagegen direkt auf den Lagern, meist an den Ecken, wo vier Platten zusammentreffen. Unsere PROFI Terrassenlager für Terrassenplatten haben laut Produktdaten ein integriertes Fugenkreuz für 3 mm Fugen und ein Gummipad, das die Plattenbeläge schützt und für einen sicheren Stand sorgt. Ein Terrassenlager mit Fugenkreuz erspart Ihnen also separate Abstandhalter zwischen den Platten.
Welche Höhe brauche ich? So rechnen Sie die Aufbauhöhe
Die Aufbauhöhe einer Dielenterrasse setzt sich aus drei Schichten zusammen:
Aufbauhöhe = Höhe des Terrassenlagers + Höhe der Unterkonstruktion + Stärke der Terrassendiele
Gehen Sie von der gewünschten Oberkante der fertigen Terrasse aus, meist knapp unter der Schwelle der Terrassentür. Ziehen Sie davon die Dielenstärke und die Höhe der Unterkonstruktion ab. Was übrig bleibt, muss das Terrassenlager ausgleichen.
Beispielrechnung (angenommene Werte): Die fertige Terrasse soll 150 mm über dem Pflaster liegen. Sie verlegen eine Douglasie-Terrassendiele 26 × 145 mm auf einer Unterkonstruktion, die 42 mm hoch aufliegt. 150 − 26 − 42 = 82 mm. Das Lager muss also rund 82 mm hoch sein, dazu kommt eine Reserve für Unebenheiten und Gefälle. Passend ist das Terrassenlager PROFI 65–140 mm.
Wichtig: Messen Sie die Höhe nicht nur an einer Stelle. Ermitteln Sie den höchsten und den tiefsten Punkt des Untergrunds. Das gewählte Lager muss beide Werte abdecken. Liegen sie weiter auseinander, als ein Modell verstellen kann, kombinieren Sie zwei Höhenbereiche, etwa 34–70 mm am Haus und 65–140 mm am tiefer liegenden Rand.
Gefälle mit Terrassenlagern einstellen
Damit Regenwasser ablaufen kann, wird eine Terrasse in der Regel mit leichtem Gefälle vom Haus weg geplant. Liegt das Gefälle schon im Untergrund, etwa bei einer Betonplatte, können Sie es mit den Lagern übernehmen. Soll die Belagsoberfläche waagerecht oder mit anderem Gefälle liegen, gleichen Sie die Differenz über die Lagerhöhe aus. Wie Sie Dielen im Verhältnis zum Gefälle ausrichten, steht in unseren Verlegetipps für Holzterrassen und den Verlegetipps für WPC-Terrassen.
Abstand der Terrassenlager: Wie viele brauche ich pro m²?
Für unsere Terrassenlager PROFI gilt laut Produktdaten: Der Abstand zwischen zwei Terrassenlagern sollte höchstens 50 cm betragen, unabhängig von der Unterkonstruktion. Daneben gibt es einen zweiten Abstand: den Achsabstand der Unterkonstruktion, also wie weit die Latten oder Profile unter den Dielen auseinanderliegen. Dieser hängt von Dielenart und -stärke ab und steht in den Verlegetipps und Systemvorgaben der jeweiligen Diele.
Die Stückzahl ergibt sich aus beiden Abständen. Ein Beispiel mit angenommenem Achsabstand der Unterkonstruktion von 50 cm:
- Terrasse 5 m breit und 4 m tief, die Unterkonstruktion läuft in Richtung der 4 m.
- Reihen der Unterkonstruktion: 5 m ÷ 0,5 m + 1 = 11 Reihen.
- Lager je Reihe: 4 m ÷ 0,5 m + 1 = 9 Lager.
- Gesamt: 11 × 9 = 99 Terrassenlager für 20 m², also rund 5 Stück pro m².
Liegt der Achsabstand Ihrer Unterkonstruktion enger, steigt die Zahl entsprechend. Planen Sie außerdem zusätzliche Lager an Stößen der Unterkonstruktion und an den Rändern ein. Bei Terrassenplatten richtet sich die Zahl nach dem Plattenformat: In der Fläche teilen sich meist vier Platten ein Lager, am Rand und in den Ecken kommen weitere hinzu.
Welcher Untergrund eignet sich für Terrassenlager?
Terrassenlager brauchen einen tragfähigen, festen Untergrund. Gut geeignet sind Betonplatten, Estrich, vorhandenes Pflaster oder alte Terrassenplatten. Auf Rasen oder losem Erdreich sinken einzelne Lager ein, die Terrasse wird uneben. Dort schaffen Sie vorher punktuelle Auflager, zum Beispiel Gehwegplatten auf verdichtetem Schotter, oder einen durchgehend befestigten Unterbau.
Prüfen Sie außerdem, ob Wasser unter der Terrasse abfließen kann. Steht ständig Wasser unter der Unterkonstruktion, kann das Holz nicht abtrocknen. Der Abstand, den die Lager zwischen Boden und Unterkonstruktion schaffen, hilft hier, ersetzt aber kein Gefälle im Untergrund.
Terrassenlager auf Alu-Unterkonstruktion, Holz oder WPC
Terrassenlager lassen sich mit allen drei Werkstoffen kombinieren. Achten Sie auf diese Punkte:
- Aluminium: Alu-Profile wie die Aluminium Unterkonstruktion 40 × 60 mm sind formstabil und lassen sich auf Lagern gerade ausrichten. Für die Verschraubung der Dielen gibt es passende Edelstahlschrauben A2 für Aluminium-Unterkonstruktion. Alle Profile finden Sie unter Aluminium Unterkonstruktion.
- Holz: Kanthölzer aus Douglasie oder Lärche werden direkt mit den Lagern verschraubt. Achten Sie darauf, dass die Hölzer gerade liegen und Wasser ablaufen kann.
- WPC: WPC-Profile wie die WPC Unterkonstruktion 30 × 50 mm müssen nach Systemvorgabe vollflächig oder in engem Abstand aufgelagert werden, weil sie nicht freitragend sind. Weitere Profile in der Kollektion WPC Unterkonstruktion.
Terrassenlager montieren: Schritt für Schritt
- Untergrund prüfen: tragfähig, sauber, Wasser kann abfließen.
- Höhe festlegen: Oberkante der fertigen Terrasse markieren, Aufbauhöhe rechnen, höchsten und tiefsten Punkt messen.
- Lager auslegen: Reihen im Achsabstand der Unterkonstruktion, Lagerabstand höchstens 50 cm.
- Grob einstellen: Lager über das Stellrad auf ungefähre Höhe drehen.
- Unterkonstruktion auflegen und ausrichten: mit Richtlatte und Wasserwaage das gewünschte Gefälle einstellen.
- Verschrauben: Lager mit der Unterkonstruktion verbinden, dann die Dielen befestigen. Welche Befestigung zu Ihrer Diele passt, lesen Sie im Ratgeber Terrassendielen befestigen.
Welches Terrassenlager passt zu welchem Projekt?
- Alte Betonterrasse überbauen: Untergrund ist fest und meist schon im Gefälle. Häufig reicht das Terrassenlager 18–33 mm oder 34–70 mm, je nach gewünschter Höhe.
- Terrasse an Terrassentür anschließen: Hier entscheidet die Schwellenhöhe. Oft landen Sie bei 65–140 mm, rechnen Sie die Aufbauhöhe aber immer nach.
- Hanggrundstück oder große Höhenunterschiede: Terrassenlager 140–220 mm, gegebenenfalls kombiniert mit niedrigeren Modellen. Bei sehr hohen Aufbauten lassen Sie die Konstruktion von einer Fachkraft planen.
- WPC-Terrasse: Lager mit WPC- oder Alu-Unterkonstruktion nach Systemvorgabe kombinieren. Passende Dielen finden Sie unter WPC Terrassendielen, Komplettpakete im WPC Komplett-Set. Welche WPC-Diele zu Ihnen passt, zeigt unser Vergleich SOLID, HOLO 4 und CoEx.
- Holzterrasse aus Hartholz: Zum Beispiel Garapa 25 × 145 mm auf Alu- oder Hartholz-Unterkonstruktion. Alle Holzarten finden Sie unter Holz Terrassendielen, eine Entscheidungshilfe im Ratgeber Douglasie oder Hartholz.
- Terrassenplatten aus Stein oder Keramik: PROFI Terrassenlager für Terrassenplatten mit Fugenkreuz, Höhenbereich nach Aufbauhöhe.
Herbst und Winter: Jetzt planen, nachjustieren, im Frühjahr bauen
Die kalte Jahreszeit eignet sich gut, um die neue Terrasse in Ruhe zu planen: Höhen messen, Fläche aufmaßen, Stückzahlen rechnen. Bei einer bestehenden Terrasse auf verstellbaren Lagern lohnt sich ein Kontrollgang: Wackeln einzelne Dielen oder hat sich der Untergrund gesetzt, können Sie die Höhe laut Produktbeschreibung über das Stellrad nachjustieren. Weitere Tipps für die Saison finden Sie im Beitrag Terrasse winterfest machen.
Fazit: Erst die Höhe rechnen, dann das Terrassenlager wählen
Das richtige Terrassenlager ergibt sich aus der Aufbauhöhe: Oberkante der Terrasse minus Dielenstärke minus Unterkonstruktion. Messen Sie den höchsten und tiefsten Punkt des Untergrunds, planen Sie höchstens 50 cm Abstand zwischen den Lagern und wählen Sie für Platten die Variante mit Fugenkreuz. Zubehör wie Clips und Abschlussprofile finden Sie unter Zubehör Holz-Terrassendiele und Zubehör WPC.
Ihr nächster Schritt: Wählen Sie in der Kollektion Terrassenlager den passenden Höhenbereich und bestellen Sie die Unterkonstruktion gleich mit. Planen Sie eine große Fläche oder bauen Sie gewerblich, schicken Sie uns Ihr Aufmaß über das Gewerbe-Kontaktformular oder per E-Mail an info@gunreben.de. Wir stellen Ihnen das Material zusammen.
FAQ zu Terrassenlagern
Antworten auf häufige Fragen zu Höhe, Abstand und Einsatz von verstellbaren Terrassenlagern.
Ziehen Sie von der gewünschten Oberkante der Terrasse die Dielenstärke und die Höhe der Unterkonstruktion ab. Der Rest ist die Lagerhöhe. Das Modell muss den höchsten und den tiefsten Punkt des Untergrunds abdecken. Bei Gunreben gibt es die Bereiche 18–33, 34–70, 65–140 und 140–220 mm.
Für die Terrassenlager PROFI gilt laut Produktdaten ein Abstand von höchstens 50 cm zwischen zwei Lagern. Der Achsabstand der Unterkonstruktion richtet sich zusätzlich nach Dielenart und -stärke.
Bei 50 cm Lagerabstand und 50 cm Achsabstand der Unterkonstruktion sind es rund 5 Stück pro m², bei engerem Achsabstand entsprechend mehr. Rechnen Sie Lager an Stößen und Rändern zusätzlich ein.
Nicht direkt. Terrassenlager brauchen einen tragfähigen Untergrund wie Beton, Estrich oder Pflaster. Auf Erdreich legen Sie vorher punktuelle Auflager an, zum Beispiel Gehwegplatten auf verdichtetem Schotter.
Das Fugenkreuz hält Terrassenplatten auf gleichmäßigem Abstand. Bei den PROFI Terrassenlagern für Terrassenplatten ist es laut Produktdaten integriert und ergibt 3 mm Fugen. Für Dielen auf Unterkonstruktion wird es nicht benötigt.
