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Sonderposten / Restposten
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Tafelparkett gehört zu den traditionsreichen Parkettarten, bei denen die Gestaltung bereits in der einzelnen Tafel angelegt ist. Anders als klassische Dielen oder separat verlegte Parkettstäbe besteht ein solcher Tafelboden aus vorgefertigten quadratischen Elementen. Jede Tafel trägt ein fest definiertes Muster, das sich bei der Verlegung über die gesamte Bodenfläche wiederholt.

Die Bandbreite reicht von klaren geometrischen Kompositionen bis zu Stern- und Ornamentmustern. Bekannt ist Tafelparkett unter anderem aus historischen Villen, Schlössern und repräsentativen Gebäuden. Präzise zugeschnittene Holzstücke, wechselnde Faserrichtungen und die regelmäßige Wiederholung der Tafeln bestimmen seine besondere Flächenwirkung.

Das Tafelparkett Wien aus massiver europäischer Eiche greift diese handwerkliche Tradition mit einem markanten Sternmotiv auf. Die 10 mm starken Tafeln besitzen ein Format von 478 × 478 mm. Hinter jedem fertigen Element stehen mehrere aufeinander abgestimmte Arbeitsschritte – vom Zuschnitt der Dreiecke bis zur Verleimung im Spannrahmen.

Weitere Tafelparkettmuster, etwa Berlin, folgen einer anderen geometrischen Anordnung. Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht jedoch ausschließlich die Fertigung des Musters Wien.

Viele Einzelteile ergeben das Tafelparkett-Muster Wien

Eine fertige Tafel des Musters Wien besteht aus insgesamt 16 massiven Eichenstücken. Das Innenfeld setzt sich aus vier Dreiecken und acht trapezförmigen Formteilen zusammen. Hinzu kommen vier umlaufende Friesstäbe, die das Muster einrahmen und der Tafel ihre quadratische Grundform geben.

Jedes Werkstück besitzt eine genau definierte Form. Erst durch die richtige Anordnung der Dreiecke, Trapeze und Friesstäbe entsteht das vollständige Sternmotiv. Bereits kleine Abweichungen beim Zuschnitt oder beim Zusammensetzen könnten sich später auf die Fugen und die Geometrie der Tafel auswirken.

Einzelteile des Tafelparkett-Musters Wien vor dem Zusammenfügen

Präziser Zuschnitt der Dreiecke

Am Anfang der Fertigung stehen massive Parkettstäbe aus europäischer Eiche. Aus ihnen werden unter anderem die dreieckigen Formteile für das Innenmotiv zugeschnitten. Die schräg verlaufenden Schnittkanten müssen dabei auf die angrenzenden Trapeze abgestimmt sein.

Gerade beim Tafelparkett Wien ist diese Genauigkeit wichtig: Mehrere schräge Kanten treffen innerhalb des Sternmotivs unmittelbar aufeinander. Der sorgfältige Zuschnitt bildet deshalb die Grundlage für die spätere Anordnung der einzelnen Eichenstücke.

Zuschnitt dreieckiger Eichenstücke für das Tafelparkett Wien

Die fertigen Dreiecke werden vorbereitet

Nach dem Zuschnitt werden die Dreiecke gesammelt, kontrolliert und für die weiteren Arbeitsschritte bereitgelegt. Die Vielzahl gleichförmiger Werkstücke zeigt, wie viele einzelne Schnitte bereits für die Fertigung einer kleinen Serie von Parketttafeln erforderlich sind.

Noch lassen die einzelnen Dreiecke das spätere Sternmuster nur erahnen. Erst im Zusammenspiel mit den trapezförmigen Formteilen wird sichtbar, wie sich aus den zunächst separat gefertigten Elementen das Innenfeld der Tafel entwickelt.

Fertig zugeschnittene Dreiecke aus massiver europäischer Eiche

Das Sternmotiv entsteht Schritt für Schritt

Im nächsten Arbeitsschritt werden die vier Dreiecke und die acht trapezförmigen Formstücke in der vorgesehenen Reihenfolge angeordnet. Die schrägen Kanten greifen ineinander und bilden nach und nach die sternartige Geometrie des Musters Wien.

Neben den Formen beeinflusst auch die natürliche Maserung der Eiche das Erscheinungsbild. Die einzelnen Werkstücke weisen unterschiedliche Faserrichtungen auf. Je nach Lichteinfall können dadurch wechselnde Hell-Dunkel-Wirkungen entstehen, die das geometrische Motiv zusätzlich hervorheben.

Für diese optische Tiefe sind weder unterschiedliche Holzarten noch farbige Einlagen erforderlich. Sie ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Zuschnitt, Anordnung und natürlicher Holzzeichnung.

Die Friesstäbe bilden den äußeren Rahmen

Ist das Innenmotiv vollständig angeordnet, werden die vier Friesstäbe ergänzt. Sie fassen das Sternmuster ein und schließen die Tafel nach außen ab.

Charakteristisch für das Muster Wien ist die Gestaltung der Ecken. Die Friesstäbe werden nicht auf Gehrung miteinander verbunden. Stattdessen stößt jeweils ein Friesstab rechtwinklig an den nächsten an. Durch diesen versetzten Aufbau entsteht der markante Rahmen des Tafelelements.

Verleimung im Spannrahmen

Sobald alle 16 Eichenstücke an ihrer vorgesehenen Position liegen, wird die Tafel verleimt. Dafür wird das zusammengesetzte Element in einen Spannrahmen eingelegt.

Der Rahmen hält die Dreiecke, Trapeze und Friesstäbe während des Abbindeprozesses in ihrer Anordnung. Der ausgeübte Druck unterstützt eine gleichmäßige Ausrichtung der Werkstücke und ein möglichst geschlossenes Fugenbild. Erst durch diesen Arbeitsschritt werden die zuvor einzelnen Formteile dauerhaft zu einer vollständigen Parketttafel verbunden.

Nach dem Abbinden kann die Tafel aus dem Rahmen genommen und für die weiteren Fertigungs- beziehungsweise Verarbeitungsschritte vorbereitet werden.

Tafelparkett Wien während der Verleimung im Spannrahmen

Die Wirkung entsteht durch die Wiederholung

Eine einzelne Tafel zeigt bereits das vollständige Sternmotiv. Wie der Tafelboden später im Raum wirkt, wird jedoch erst bei mehreren nebeneinanderliegenden Elementen deutlich.

Werden die quadratischen Tafeln aneinandergesetzt, wiederholt sich das Motiv in gleichmäßigen Abständen. Die Rahmen der einzelnen Tafeln strukturieren die Fläche, während die Sterne miteinander in Beziehung treten. So entsteht aus vielen identischen Elementen ein zusammenhängendes geometrisches Bodenbild.

Aus der Nähe stehen vor allem die einzelnen Holzstücke, Fugen und Maserungsverläufe im Vordergrund. Mit zunehmendem Betrachtungsabstand wird dagegen das übergeordnete Muster deutlicher. Dieses Wechselspiel zwischen handwerklichem Detail und großflächiger Gestaltung prägt das Tafelparkett Wien.

Flächenwirkung des Tafelparketts Wien mit vier verlegten Tafeln

Tafelparkett Wien: aus einzelnen Eichenstücken zum Sternmuster

Die Herstellung des Tafelparketts Wien zeigt, wie eng präziser Zuschnitt, sorgfältige Anordnung und handwerkliche Verarbeitung miteinander verbunden sind. Aus Dreiecken, Trapezen und Friesstäben entsteht Schritt für Schritt eine quadratische Parketttafel mit wiederkehrendem Sternmotiv.

Die natürliche Maserung der massiven europäischen Eiche bleibt dabei ein wesentlicher Bestandteil der Gestaltung. Jede Tafel folgt derselben geometrischen Ordnung, kann sich durch Farbe, Struktur und Faserverlauf des Holzes jedoch leicht von den angrenzenden Elementen unterscheiden.

Unser Tafelparkett Wien ist auch in einer 15-mm-Ausführung erhältlich. Weitere Muster und Ausführungen finden Sie in unserer Tafelboden-Kollektion.