Eine bestehende Treppe mit Holz zu renovieren, bedeutet nicht zwangsläufig, die gesamte Treppe auszutauschen. Je nach Konstruktion und Zustand können vorhandene Holzstufen aufgearbeitet, einzelne Stufen ersetzt oder bestehende Treppen mit neuen Holzstufen belegt werden.
Vor einer Treppenrenovierung mit Holz sind vor allem Zustand und Maße der Treppe, die zusätzliche Aufbauhöhe, der Untergrund und die spätere Befestigung zu berücksichtigen.
Treppe mit Holz renovieren – welche Möglichkeiten gibt es?
Welche Renovierungsart infrage kommt, hängt vor allem vom Zustand der vorhandenen Treppe ab. Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Holzstufen aufarbeiten: Sind die vorhandenen Stufen noch geeignet, können verschlissene Oberflächen abgeschliffen und neu behandelt werden.
- Bestehende Treppe mit Holz belegen: Auf einer geeigneten Konstruktion können neue Trittstufen montiert werden.
- Einzelne Stufen ersetzen: Bei örtlich begrenzten Schäden kann ein partieller Austausch infrage kommen.
- Umfassender sanieren: Sind Konstruktion oder sicherheitsrelevante Bauteile betroffen, reicht eine neue Holzauflage allein nicht aus.
Bei konstruktiven Schäden sollte die Treppe vor der Renovierung fachlich beurteilt werden.
Welche bestehenden Treppen können mit Holz renoviert werden?
Bei einer Betontreppe können neue Holzstufen grundsätzlich auf der vorhandenen Konstruktion montiert werden, wenn Untergrund und Aufbau dafür geeignet sind. Unebenheiten, vorhandene Höhenunterschiede und die zusätzliche Aufbauhöhe müssen dabei bereits vor dem Zuschnitt berücksichtigt werden.
Bei einer bestehenden Holztreppe sollte zunächst geprüft werden, ob die vorhandenen Stufen noch aufgearbeitet werden können. Sind neue Stufen erforderlich, müssen deren Maße und Materialstärke zum vorhandenen Aufbau passen.
Auch Treppen mit Fliesen oder anderen Altbelägen können grundsätzlich neu belegt werden. Ein vorhandener Fliesenbelag muss dabei nicht automatisch entfernt werden. Ist der Fliesenbelag fest, eben und für den geplanten Aufbau geeignet, kann er gegebenenfalls bestehen bleiben. Lose, beschädigte oder hohl liegende Fliesen müssen entsprechend berücksichtigt werden. Außerdem erhöht jeder zusätzliche Aufbau die Stufenhöhe.
Bei offenen oder geschlossenen Treppen sind zusätzlich sichtbare Unterseiten, Setzstufen, Wangen und seitliche Anschlüsse in die Planung einzubeziehen.
Müssen vorhandene Trittstufen ersetzt oder neu belegt werden, finden Sie bei Gunreben Treppenstufenplatten aus Eiche zur weiteren Bearbeitung entsprechend der benötigten Maße.
Welche Holzstufen eignen sich für die Renovierung?
Für neue massive Trittstufen können entsprechend vorgesehene Holzplatten verwendet werden. Bei Gunreben stehen unter anderem Treppenstufenplatten 40 mm aus europäischer Eiche A/B mit durchgehenden Lamellen zur Verfügung.

Nicht jede allgemeine Leimholzplatte ist automatisch für die Verwendung als Treppenstufe vorgesehen. Entscheidend ist, ob Ausführung und Abmessungen zum vorgesehenen Einsatz und zur jeweiligen Treppenkonstruktion passen.
Weitere Informationen zu stärkeren Massivholzplatten bietet der Ratgeber Leimholzplatte 40 mm: Für welche Projekte ist diese Stärke sinnvoll?. Für andere Anwendungen im Möbel- und Innenausbau finden Sie außerdem unsere Leimholzplatten.
Treppen richtig ausmessen und Aufbauhöhe berücksichtigen
Das Aufmaß gehört zu den wichtigsten Schritten vor der Bestellung oder Fertigung neuer Treppenstufen. Besonders bei älteren Treppen sollte nicht davon ausgegangen werden, dass sämtliche Stufen identische Maße besitzen.
Wichtig sind insbesondere:
- Breite und Auftrittstiefe jeder Stufe,
- vorhandene Stufenhöhe,
- Vorderkante beziehungsweise geplanter Überstand,
- Stärke des neuen Aufbaus,
- seitliche Wand- und Wangenanschlüsse,
- untere und obere Anschlusshöhe.
Bei gewendelten oder unregelmäßigen Stufen können Schablonen oder ein professionelles Aufmaß sinnvoll sein.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Aufbauhöhe: Wird auf eine vorhandene Stufe zusätzlich Material aufgebracht, erhöht sich ihre Trittfläche. Werden die mittleren Stufen gleichmäßig erhöht, bleiben deren Abstände untereinander weitgehend vergleichbar. Kritisch können jedoch der Übergang vom unteren Fußboden zur ersten Stufe und der Anschluss der letzten Stufe an den oberen Fußboden werden.
Die gesamte Treppe sollte deshalb vom unteren bis zum oberen Bodenanschluss betrachtet werden. Auch angrenzende Bodenbeläge, Wangen, Podeste und Geländer können für die Planung relevant sein.
Untergrund vorbereiten und Holzstufen befestigen
Vor der Montage muss der Untergrund ausreichend tragfähig und für den geplanten Aufbau geeignet sein. Unebenheiten, lose Bereiche und ungeeignete Altbeläge sollten vor der Befestigung geklärt werden.
Bei vorhandenen Fliesen ist eine Verklebung nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Sind die Fliesen fest, eben und entsprechend vorbereitet, kann ein dafür geeignetes Klebesystem infrage kommen. Ob direkt auf den vorhandenen Fliesen geklebt werden kann, richtet sich nach Untergrund und Freigabe des eingesetzten Klebesystems.
Je nach Treppenkonstruktion können auch Verschraubungen, konstruktive Befestigungen oder Kombinationen verschiedener Verfahren eingesetzt werden. Die jeweiligen produktspezifischen Verarbeitungsvorgaben sind dabei zu beachten.
Da Holz auf Änderungen der Umgebungsfeuchte mit Maßänderungen reagiert, sollten auch Anschlüsse und Fugen konstruktiv berücksichtigt werden.
Oberfläche der Holzstufen planen
Bei rohen Treppenstufen sollte die spätere Oberflächenbehandlung bereits vor der Montage eingeplant werden. Je nach gewünschter Ausführung kommen beispielsweise Schleifen sowie eine Behandlung mit einem geeigneten Öl- oder Lacksystem infrage.
Welche Arbeiten vor oder nach der Montage erfolgen, hängt vom Aufbau und der Zugänglichkeit ab. Für Verarbeitung sowie Trocknungs- und Aushärtungszeiten gelten die Vorgaben des verwendeten Produkts.
Typische Fehler bei der Treppenrenovierung
- Aufbauhöhe nicht vollständig berücksichtigt: Vor allem erste und letzte Stufe können dadurch ungünstige Höhenverhältnisse erhalten.
- Identische Maße für alle Stufen angenommen: Bestandstreppen können zwischen einzelnen Stufen abweichen.
- Altbelag ungeprüft überarbeitet: Festigkeit, Ebenheit und Eignung des vorhandenen Untergrunds müssen zum neuen Aufbau passen.
- Anschlüsse zu spät geplant: Wände, Wangen, Setzstufen, Geländer sowie obere und untere Bodenanschlüsse gehören bereits zum Aufmaß.
- Konstruktive Schäden verdeckt: Neue Holzstufen ersetzen keine notwendige Instandsetzung der vorhandenen Treppe.
Selbst renovieren oder Fachbetrieb beauftragen?
Bei geraden Stufen, geeignetem Untergrund und entsprechender Erfahrung können einzelne Arbeiten von erfahrenen Heimwerkern ausgeführt werden. Ein genaues Aufmaß und die sichere Beurteilung des vorhandenen Aufbaus sind dabei Voraussetzung.
Bei konstruktiven Schäden, stark unebenen oder geometrisch anspruchsvollen Treppen sowie Änderungen an Geländern oder Treppengeometrie ist ein Fachbetrieb sinnvoll.
Treppenrenovierung mit Holz sorgfältig planen
Bei der Renovierung einer bestehenden Treppe mit Holz sollte zuerst geklärt werden, ob vorhandene Stufen aufgearbeitet werden können oder neue Trittstufen benötigt werden. Danach folgen Aufmaß, Prüfung der Aufbauhöhe, Vorbereitung des Untergrunds und die Festlegung der Befestigung.
Für neu anzufertigende massive Trittstufen finden Sie bei Gunreben eine Auswahl an massiven Treppenstufenplatten aus Eiche.
